Nicht nur am Ende Schwein gehabt

WAZ Wattenscheid, 24.03.2010

Mit jeweils 5000 Euro werden einmal mehr die Fördervereine der Gertrudis-, der Regenbogen- und der Grundschule Günnigfeld unterstützt; jeweils 4000 Euro gehen auf das Konto des hiesigen Hospizvereins und des Palliativnetzes Bochum. "Mit unserer Zuwendung wollen wir den Bedarf, den die öffentliche Hand für Menschen, die am Anfang und am Ende ihres Lebens stehen, nicht mehr decken kann, ein wenig ausgleichen", sagte Lions-Präsident Egon Peus. Und dann lobte er den Mann, der den Aktivitäten der Lions Spirit gibt: "Rolf Schüth hat nicht nur für eine tolle Programmgestaltung unserer Benefizkonzerte gesorgt. Ihm ist es auch gelungen, zahlreiche Unterstützer und Sponsoren für unser Anliegen zu gewinnen." Auch bei der obligatorischen Spendenübergabe hatte Rolf Schüth wieder Fantasie und Spucke walten lassen. Bezirksschornsteinfegermeister Gerhard Sieg war in voller Montur als "Glücksbringer" zum Alten Markt geeilt. Und das Schwein, das als symbolisches Pendant zum "Schwarzen Mann" diente, war beileibe nicht von Pappe.

Iris Vahrenbrink, Rektorin Regenbogenschule, Tanja Krok, Konrektorin Gertrudisschule, und Monika Lyding, Rektorin Grundschule Günnigfeld, hoben in ihren Dankesworten die Kontinuität hervor, mit der sie von den Lions unterstützt werden. "Nur so können wir unseren Fördermaßnahmen für schwächer gestellte Schüler Nachhaltigkeit verleihen", sagte Iris Vahrenbrink. Nach Angaben von Monika Lyding beträgt der Anteil der Kinder, die an ihrer Schule besondere pädagogische und soziale Unterstützung benötigen, inzwischen rund dreißig Prozent - Tendenz steigend! "Der Staat hat sich aus der Aufgabe, seinen Beitrag zur Erziehung der Kinder zu leisten, in einem für uns kaum noch erträglichen Maße zurück gezogen", kritisierte die Rektorin aus Günnigfeld. Und ihre Kolleginnen nickten zustimmend.

Ohne Spenden kämen auch der Hospizverein und das im Aufbau befindliche Palliativnetz nicht über die Runden. Palliativmediziner Dr. Klaus Blum freute sich: Wir können dank dieser Unterstützung unsere Kommunikationsstrukturen deutlich verbessern." Und Siegfried Schirmer, Geschäftsführer des Hospizvereins, kann bei steigenden Fallzahlen und einem Jahresetat von 110 000 Euro ein wenig aufatmen. "Die Zuwendung des Lions-Clubs wird uns helfen, unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihre schwierige Aufgabe adäquat aus- und fortzubilden. Bekanntlich haben wir keinen Träger, der uns den Rücken freihält, wenn’s Geld knapp wird."

WAZ Wattenscheid, 24.03.2010